Erfolgreiche Nagelprobe mit „Nagelritz“

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Erfolgreiche Nagelprobe mit „Nagelritz“

1. Meerkultur-Veranstaltung lockt 85 Mitglieder ins neue SVG-Vereinsheim (las) Er hat vermutlich die ganze Welt gesehen, von Singapur bis Aberdeen: der singende und dichtende Containerschiff-Matrose „Nagelritz“ aus Gelsenkirchen. Jetzt hat er wieder am Steinhuder Meer festgemacht, mit seinem Seesack voller maritimer Mitbringsel und melancholischer Seemanslieder. Zur ersten Vereins-Veranstaltung im neuen Vereinsheim hatten SVG-Vorstand und Gastronom Jens Reichel zum unterhaltsamen Törn mit „Nagelritz“-Schöpfer Dirk Langer aus Hamburg geladen. Gut 85 Mitglieder hatten sich Karten gesichert und nutzten die Gelegenheit, bei einem deftigen Labskaus-Abendessen die neuen Räume schon vor der offiziellen Einweihung am 25. März kennenzulernen. Nagelritz (alias Dirk Langer aus Hamburg) hatte seine virtuellen Seemannskumpane Hinnerk und Raoul im Schlepptau. Ausgestattet mit Hosentaschen voller Heuer in Form von Ahoi-Brause, verteilte Nagelritz gut zwei Stunden lang seine Anekdoten und modernes Seemannsgarn: von Langeweile auf hoher See bis hin zu Kindererziehung, Landgang auf St. Pauli, Flaggenkunde und Segler-Nostalgie, gewürzt mit einer guten Prise schwarzem Humor. Auch die Segler des SVG sparte Nagelritz nicht aus: „Ein Vereinsheim ist ja für Sport, oder? Aber Segeln ist doch die älteste Art und Weise, andere für sich arbeiten zu lassen!“ Am Ende des Abends waren die Zuhörer bestens informiert über den Sinn von Rücken-Tätowierungen bei Seeleuten („Karibik-Klaus nagelritzhatte es viel leichter als „Arktis-Hans“ – der war immer erkältet!“), über das Malen von Landschaften auf See („da geht immer das Blau aus“) und warum Segler eigentlich segeln („Wenn die schwimmen könnten, hätten sie sich kein Boot gekauft!“). Fazit des Abends: den ersten Probelauf hat das neue Vereinsheim gut bestanden. Und Nagelritz war sicher nicht zum letzten Mal zu Gast: „Die Matrosen kommen und gehen – es gibt ein Wiedersehen!“

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